Mit der Beratung von Satzungs- und Geschäftsordnungsfragen endet am Sonntag (5. Juli) der zweitägige AfD-Bundesparteitag in Erfurt. Die meisten der angereisten Gegendemonstranten haben die Landeshauptstadt von Thüringen bereits verlassen. Der am Samstag neu gewählte und deutlich verjüngte Bundesvorstand steht nach dem Eindruck von Beobachtern für Kontinuität bei gefestigter ostdeutscher Präsenz. Die im Amt bestätigte Bundessprecherin Alice Weidel rechnet mit vorgezogenen Neuwahlen zum Deutschen Bundestag.
Am zweiten Tag des AfD-Bundesparteitags auf der Erfurter Messe sollen im Wesentlichen Satzungsfragen sowie Details der Geschäftsordnung für Parteitage diskutiert werden. Zudem steht die Wahl von Ersatzrichtern für das parteiinterne Gericht an. Am ersten Tag waren die beiden Co-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt worden.
Kaffeetrinken mit den Omas
Viele der teils gewalttätigen Demonstranten haben die Stadt nach Angaben der Polizei wieder verlassen. Die Polizei schätzt, dass sich am Wochenende in und um Erfurt rund 31.000 Personen an Demonstrationszügen und Kundgebungen gegen die AfD beteiligt haben. Weitere 10.000 Menschen hätten an Blockaden teilgenommen. Das linke Bündnis „Widersetzen“, das neben anderen zu den Protesten aufgerufen hatte, sprach von bis zu 50.000 Teilnehmern. Für Sonntag sind laut Stadtverwaltung eine Fahrraddemo sowie ein Kaffeetrinken der linksextremistischen NGO „Omas gegen Rechts“ angemeldet.
AfD-Parteitag in Erfurt - Tag 2 | 05.07.26











