Wegen „deutscher NGO-Schiffe im Mittelmeer“: Italien will keine Migranten aus Deutschland zurücknehmen

vor 11 Tagen

Wegen „deutscher NGO-Schiffe im Mittelmeer“: Italien will keine Migranten aus Deutschland zurücknehmen
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Italien will nach Angaben von Vize-Regierungschef Matteo Salvini vorerst keine Migranten aus Deutschland zurückübernehmen. Als Grund nennt der Vorsitzende der rechten Lega den Einsatz deutscher Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer, die Migranten aufnehmen und anschließend nach Italien bringen. Ein Teil dieser Menschen reist später nach Deutschland weiter. Zwischen Berlin und Rom besteht deshalb Streit über den Umgang mit sogenannten Sekundärmigranten.

Salvini äußerte sich bei einer Parteiveranstaltung im norditalienischen Trient. Der Verkehrsminister, der der Koalitionsregierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni angehört, erklärte: „Deutschland hat kein Recht, uns auch nur einen einzigen illegalen Einwanderer zurückzuschicken, solange deutsche NGO-Schiffe im Mittelmeer unterwegs sind, um Tausende illegaler Einwanderer in Italien und Europa an Land zu bringen.“

Bereits während seiner früheren Amtszeit als Innenminister hatte Salvini deutsche Hilfsorganisationen wie Sea-Watch scharf angegriffen. Seiner Auffassung nach tragen diese Organisationen dazu bei, dass Migranten die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer antreten, und erleichtern damit indirekt die Arbeit von Schleusern.

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