Junge Menschen wählen erneut AfD: Das ist keine sonderlich neue Erkenntnis, sondern wurde durch das Ergebnis der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz nun noch einmal bestätigt: Bei den Jungwählern unter 25 Jahren liegt die Partei auf dem ersten Platz. 21 Prozent der jungen Menschen entschieden sich dafür, der Partei ihre Stimme zu geben. Die junge Generation entwickelt sich damit auch im Westen zur Stütze der AfD – im Osten ist sie es längst. Die Erklärungen für das Wahlverhalten sind vielfältig – und gehen weit über Protest und Social-Media-Zustimmung hinaus. NIUS liefert sieben Gründe, warum junge Menschen ihr Kreuz bei der AfD setzen.
Die fetten Jahre sind vorbei: Zumindest für diejenigen jungen Menschen, die in der vergangenen Dekade mit Fridays for Future die Schule schwänzten, die Massenmigration beklatschten, Transideologie und Regenbogenkult förderten und dem Lifestyle-Linkssein frönten. Nicht jeder Mann möchte auf Fleisch verzichten, durch gestrichene Flugreisen das Klima retten oder sich von der neuesten Generation „Feminist:innen“ erläutern lassen, in welcher Form sie gerade Mansplaining betreiben. Nicht jede Frau möchte als „FLINTA“ gelten, auf Kinder verzichten oder jedes männliche Kompliment gleich als toxischen Angriff verbuchen. Dieser Typus ist zwar noch längst nicht ausgestorben, hat in der jungen Generation aber definitiv einen konservativ-rechten Gegenpol.
Nicht jeder steht auf Regenbogen, doch die Konfrontation damit ist in Deutschland kaum mehr vermeidbar.
Die Suche der jungen Menschen nach Identität endet jedoch nicht bei Lifestyle, sondern greift tiefer. Während die jungen Deutschen auf den Straßen regelmäßig mit den Nationalfarben anderer Staaten konfrontiert werden und das Brandenburger Tor in den buntesten Farben erstrahlt, wird ihnen in beständiger Regelmäßigkeit eingeredet, dass man für die eigene Fahne, Kultur, Geschichte, für das eigene Volk eben keinen Stolz entwickeln darf. Letzteres wird überhaupt nur von der AfD noch in seiner ethnischen Form anerkannt. Für wen das Deutschsein also mehr ist als nur der Besitz eines Passes, findet dort seinen politischen Anknüpfungspunkt.
Presseclub · Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran? | 04.07.2026











