Wirtschaftsrat-Boss warnt vor Renten-Populismus: „Den Fallschirm nicht zu öffnen, ist keine Strategie“

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Wirtschaftsrat-Boss warnt vor Renten-Populismus: „Den Fallschirm nicht zu öffnen, ist keine Strategie“
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Nach dem WM-Aus der Nationalmannschaft zieht Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, eine Fußball-Analogie zur Bundesregierung. Auch Schwarz-Rot habe bislang „keinen attraktiven Hochgeschwindigkeitsfußball auf den Berliner Rasen gezaubert“. Entscheidend sei jetzt, die bekannten Blockaden zu überwinden – und Bürgern ehrlich zu erklären, warum es ohne Eigenverantwortung nicht geht – etwa bei der Rente.

Fußballmetaphern sollte man nach dem brutalen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft eigentlich meiden. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, tut es in seiner neuen Kolumne trotzdem – weil sich die Analogie zur Bundesregierung aufdränge.

Wenn spielerische Eleganz fehle, beschwöre der TV-Kommentator regelmäßig die „deutschen Tugenden“. Dann gelte es, die Ärmel hochzukrempeln und „über den Kampf zum Spiel zu finden“. Es zähle keine Fußball-Ästhetik mehr, sondern das Ergebnis – notfalls mit der Brechstange. Auch die schwarz-rote Bundesregierung habe bislang „sicher keinen attraktiven Hochgeschwindigkeitsfußball auf den Berliner Rasen gezaubert“, schreibt Steiger. Vielmehr hätten im ersten Regierungsjahr „Fehlpässe, Abstimmungsprobleme, technische Mängel und eine unklare Taktik“ das Bild geprägt.

Exemplarisch nennt Steiger das „verstolperte Rentenpaket“ aus dem vergangenen Jahr und die Villa-Borsig-Beschlüsse, die „tief im Abseits standen“. Doch nun präsentieren Union und SPD eine weitgehende Rentenreform. JU-Chef Johannes Winkel habe es in hoffnungsfroher Vorrunden-Euphorie so formuliert: „Vielleicht wird das ein richtiger Deniz-Undav-Moment für die Bundesregierung.“ Lange sei es nicht rundgelaufen, jetzt solle endlich Schwung ins Spiel kommen: „andere Körpersprache, mehr Treffer“.

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