Warum die Hitzeflaute die Börsenstrompreise explodieren lässt

vor etwa 2 Monaten

Warum die Hitzeflaute die Börsenstrompreise explodieren lässt
Bildquelle: Apollo News

Die aktuelle Hitzewelle setzt nicht nur den Menschen, sondern auch dem deutschen Stromsystem schwer zu. Schon seit Langem ist bekannt, dass stabile Hochdruckwetterlagen der ärgste Feind der Energiewende sind. Kaum ein Lüftchen regt sich, die Windkraft fällt fast komplett aus, und ob die PV-Module produzieren oder nicht, hängt davon ab, ob die Sonnenstrahlen von dichtem Hochnebel reflektiert werden oder am Boden ankommen.

Das gilt aber nur tagsüber: Wenn die Sonne untergegangen ist und die Windkraftwerke wegen Flaute noch immer nichts liefern, wird der Strom knapp. Denn dann laufen die Klimaanlagen immer noch auf Hochtouren, aber die nach der Energiewende deutlich dezimierten regelbaren Kohle- und Kernkraftwerke fehlen und lassen sich nicht auf Knopfdruck an- und abstellen.

Für dieses Phänomen hat sich inzwischen sogar ein neuer Begriff etabliert: die Hitzeflaute. Fast jeden Tag im Juni drückten die Solaranlagen viel zu viel Strom ins Netz. Dieser konnte nicht verbraucht werden, daher wurde er exportiert, und dies führte häufig zu negativen Strompreisen. Von „Stromexport“ zu sprechen, ist aber nicht korrekt. Weil nur die Geldflüsse zählen, handelt es sich bei negativen Preisen um den Import einer Entsorgungsleistung.

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