Die Kommunistische Partei Österreichs hat zum zweiten Mal in Folge die Gemeinderatswahl in Graz gewonnen und ihren Stimmenanteil deutlich ausgebaut. Die KPÖ erreichte in der Landeshauptstadt der österreichischen Steiermark 35,6 Prozent der Stimmen – 6,8 Prozentpunkte mehr als 2021 – und erhält 18 von 48 Sitzen im Gemeinderat. Im proportional besetzten Stadtsenat, der Regierung der Stadt, stehen ihr damit drei von sieben Posten zu.
Gemeinsam mit den Grünen kommen die Kommunisten auf eine Mehrheit in beiden Gremien und werden weiterhin regieren können. Die SPÖ wird dafür nicht mehr gebraucht; die rot-grün-rote Koalition kann künftig auf einen Partner verzichten. Beide Koalitionspartner gehen mit Verlusten aus der Wahl – die allerdings kleiner sind als die Gewinne der KPÖ. Die Grünen erreichen nur noch 14,8 Prozent, die SPÖ 5,6 Prozent.
Die früher dominante Österreichische Volkspartei kommt nur noch auf 25,3 Prozent. Noch 2017 hatte die Schwesterpartei von CDU und CSU fast 38 Prozent der Stimmen erhalten. Als einzige Partei außer der KPÖ konnte die FPÖ im Vergleich zur letzten Wahl zulegen. Mit 12,2 Prozent liegt sie jedoch abschgeschlagen auf dem vierten Platz. Außerdem im Gemeinderat vertreten ist weiterhin das linksliberale NEOS. 4,8 Prozent reichen für zwei Sitze.















