Die Zukunft des Volkswagen-Werks in Osnabrück könnte sich in den kommenden Wochen entscheiden. Der Autobauer steht nach Medienberichten kurz vor einer Vereinbarung mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems. In dem Werk soll künftig Ausrüstung für das Luftverteidigungssystem Iron Dome hergestellt werden. Eine Vereinbarung könnte bereits im September unterzeichnet werden.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg geht es unter anderem um schwere Lastwagen, mit denen Raketen transportiert werden können, sowie um Abschussvorrichtungen. Auch Stromgeneratoren für die Systeme könnten demnach in Osnabrück gefertigt werden. Damit würde an dem Standort nach dem Ende der Pkw-Produktion erstmals in größerem Umfang militärisches Gerät in Serie entstehen.
Bislang hat das Werk lediglich einzelne Prototypen von Militärfahrzeugen hergestellt. Die geplante Zusammenarbeit ist allerdings komplizierter als eine gewöhnliche Kooperation zwischen Volkswagen und einem Rüstungskonzern. Nach Bloomberg-Informationen gibt es Widerstand von Qatar Holding gegen eine direkte Zusammenarbeit des VW-Konzerns mit dem israelischen Staatsunternehmen Rafael. Katar gehört zu den wichtigsten Anteilseignern des Autobauers und verfügt nach Angaben von Volkswagen über 17 Prozent der Stimmrechte.
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