Wie halten wir es in Europa künftig mit dem Privateigentum? Eine hochkomplexe Debatte schließt sich an diese Frage an, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag auf ihre ganz eigene Weise interpretiert hat. In einer Rede vor Unternehmern des französischen Arbeitgeberverbands Medef in Paris schwadronierte die ehemalige Verteidigungsministerin davon, Bankguthaben der EU-Bürger zu verwenden, um der notleidenden Eurozone, der Eurowirtschaft, auf die Beine zu helfen.
Eine unmissverständliche Botschaft: Privateigentum als Schutzmauer des Bürgers vor einem übergriffigen Staat hat nach Ansicht der Chef-Eurokratin als Zivilisationsfaktor ausgedient. Zentralplanung, Fördermittelirrsinn – das ist Brüssel unter dem Brennglas.
Von der Leyen wird vor den Unternehmern deutlich: Europa verfüge über Sparguthaben, so von der Leyen, doch befinde sich dieses leider an der Seitenlinie. 10 Billionen Euro ruhen als Barguthaben in den Händen der privaten Haushalte auf Bankkonten, doziert von der Leyen im Stil einer klassischen Zentralplanerin, die ihren Blick nicht mehr vom Vermögen der Bürger abwenden will. Die europäische Wirtschaft müsse dieses Kapital nun für ihre Unternehmen in Arbeit bringen, dekretierte die Chefbürokratin weiter.
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