Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt bleibt Vorsitzender der CDU in dem Bundesland. Auf dem Landesparteitag in Eisenach erhielt der 49-Jährige 82,4 Prozent der Stimmen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Bei seiner ersten Wahl vor vier Jahren hatte Voigt noch 84,6 Prozent erreicht.
Die Abstimmung galt auch als Stimmungstest für den politisch unter Druck stehenden Regierungschef. Die Technische Universität Chemnitz hatte Voigt den Doktortitel aberkannt; sein Widerspruch wurde kürzlich zurückgewiesen.
Am kommenden Freitag muss er sich im Landtag einem Misstrauensantrag der AfD-Fraktion stellen – dem zweiten in diesem Jahr. AfD-Fraktionschef Björn Höcke wirft Voigt in der Debatte um den Doktortitel „fehlende moralische Integrität“ vor und will selbst für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren.
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