Wie zu „Corona-Zeiten“ – Krise im Handwerk verschärft sich gravierend

vor 4 Tagen

Wie zu „Corona-Zeiten“ – Krise im Handwerk verschärft sich gravierend
Bildquelle: Apollo News

Die anhaltende Konjunkturflaute in Deutschland hat weitreichende Folgen, die längst über Industrie, Einzelhandel und Gastgewerbe hinausreichen – inzwischen trifft die schwache Verbraucherstimmung mit voller Wucht auch Branchen wie das Handwerk. Die Stimmung in dem Wirtschaftszweig, der derzeit – Stand 2025 – aus rund einer Million Betrieben mit über fünf Millionen Beschäftigten besteht, hat sich im zweiten Quartal deutlich verschlechtert.

Wie aus dem jüngsten Konjunkturbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) hervorgeht, ist der Geschäftsklimaindex in den Monaten April bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 13 Zähler auf 102 Punkte abgerutscht – einen so starken Absturz in einem zweiten Quartal gab es zuletzt im Corona-Jahr 2020. Bei dem Geschäftsklimaindex handelt es sich um einen geometrischen Mittelwert aus „guter“ und „schlechter“ Geschäftslage sowie „guten“ und „schlechten“ Geschäftserwartungen. Der Wert von 100 Punkten bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Konjunkturlage im Handwerk.

ZDH-Präsident Jörg Dittrich fasst den Befund mit großer Sorge zusammen: „Das steht sinnbildlich für eine insgesamt besorgniserregende Lage im Handwerk.“ Auch die übrigen Kennziffern, die aus dem Konjunkturbericht für das zweite Quartal hervorgehen, zeichnen ein trübes Bild: Der Umsatzindikator für das Gesamthandwerk sank im Vorjahresvergleich um 13 Zähler auf minus zwölf Punkte. In allen Gewerbegruppen gingen die Umsatzindikatoren zurück und liegen nun durchweg im negativen Bereich. Am stärksten sanken die Indikatorwerte für den Umsatz in den Lebensmittel- und Gesundheitshandwerken (minus 26 beziehungsweise minus 25 Zähler).

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