Bei der öffentlichen Anhörung der Geheimdienstchefs vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags sprach Bundesverfassungsschutz-Präsident Sinan Selen am Montag auch über die Linke in der Hauptstadt und über Beziehungen zu extremistischen und terroristischen Gruppen. Der Verfassungsschutz will demnach prüfen, inwieweit Elif Eralp und andere Politiker der Partei, darunter der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak, Verbindungen zu Terrorgruppen und Terrorverdächtigen unterhalten. Warum dies erst jetzt stattfinden soll, wurde nicht kommuniziert.
Besondere Brisanz dabei: Noch im August traf sich Eralp im Wahlkampf mit einer Delegation kurdischer Organisationen. Laut BILD mit dabei: Mitglieder des NAV Berlin – Sicherheitsbehörden rechnen diesen Verein der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als Tarnorganisation zu. Dazu interessant: Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak (47) hatte sich zuvor gegen ein PKK-Verbot in Deutschland ausgesprochen.
Die Linken-Politikerin und ihr Führungsteam sind schon seit dem Wahlabend am 20. September mit massiver Kritik an ihren Kontakten konfrontiert: Der Berliner Clan-Chef Issa Remmo und der als Terror-Unterstützer geführte Ibrahim Ibrahim hatten eine Feier der Berliner Linken besucht.
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