Im Weißen Haus wächst die Kritik an den europäischen Partnern. Laut dem Online-Medium Axios glaubt man in Washington, dass einige europäische Staats- und Regierungschefs zwar öffentlich die Friedensbemühungen von Präsident Trump durchaus unterstützen, aber hinter den Kulissen versuchen, deren Erfolg zu torpedieren.
Für die amerikanische Seite sieht es so aus, dass die Europäer den Krieg verlängern wollen und der Ukraine in diesem Zuge „unvernünftige Erwartungen“ verkaufen. Selenskyj solle ausharren, um am Ende einen „besseren Deal“ zu bekommen. Doch das scheint zynische Machtpolitik von seiten der EU zu sein. Denn das Sterben geht derweil weiter. Es dürfte überdies eine trügerische Hoffnung sein, dass der „Deal“ am Ende besser wird. Aber man braucht natürlich Zeit, um den lange vernebelten Gang der Dinge dem eigenen Wahlvolk zu erklären.
Das Weiße Haus unter Trump will sich jedenfalls nicht mehr an den „Kosten“ einer solchen Strategie beteiligen, die politischer, aber auch finanzieller Natur sind. „Wenn Europa diesen Krieg eskalieren will, dann ist das seine Sache“, heißt es aus dem Weißen Haus. „Aber sie werden hoffnungslos nur Niederlagen aus dem Rachen des Siegs ergattern.“ Dieser saftige Ausdruck eines US-Offiziellen meint offenbar, dass der Sieg von anderen entschieden wird, nicht von den EU-Europäern, und dass die EU-Strategie im wesentlichen wirkungslos bleiben wird. Wie man sich sehr wohl auch aus der EU-Binnenperspektive denken kann.
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