Die Umfragen der Union im Bund sacken ab (22 bis 24 Prozent), die AfD bewegt sich bei den kommenden Landtagswahlen im Osten auf die absolute Mehrheit zu (zuletzt Sachsen-Anhalt: 41 Prozent), und Bündnisse zwischen Union und AfD haben für die Wähler inzwischen den Schrecken verloren (26 Prozent für Schwarz-Blau bei INSA/Bild). Ein Interview mit Thüringens AfD-Chef Björn Höcke wird innerhalb weniger Tage von mehr als fünf Millionen Deutschen angesehen, Tendenz weiter steigend, während CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann intern eine Austrittswelle vermelden muss, die die Christdemokraten in den nächsten Jahren rund 50.000 Mitglieder kosten könnte …
Das politische Panorama der Kanzlerpartei Union verdüstert sich zum ersten Jahrestag der Regierung von Friedrich Merz (CDU) rapide, und die Union tut nichts. „Wenn ich bei einhundert Ausschreibungen keinen einzigen Auftrag bekomme, muss ich etwas ändern“, sagt eine couragierte CDU-Frau aus dem Süden zu NIUS, die lange auch in den Führungsgremien der Partei saß und an der Union mehr und mehr zweifelt und verzweifelt. Flüchtende Mitglieder und weglaufende Wähler nimmt sie als Gleichnis für ausbleibende Aufträge. Wer in so einer Situation nicht handelt, ist absehbar am Ende.
Er wolle die schlechten Umfragen nicht „akzeptieren“, sagt Merz im ZDF-Interview, als müsse der unwillige Wähler sein Votum noch einmal überdenken, wenn der Chef es nicht akzeptieren will. Die Union in Duldungsstarre. In Ratlosigkeit. In Angst.
Presseclub · Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran? | 04.07.2026











