Auch die TU-München verharrt in der Brüsseler CO2-Logik

vor etwa 5 Stunden

Auch die TU-München verharrt in der Brüsseler CO2-Logik
Bildquelle: Tichys Einblick

Das Elektroauto hat keinen Auspuff, ist also CO2-neutral, also erklärt es die EU zum Null-Emissions-Fahrzeug. So einfach blöde funktioniert tatsächlich die EU-Auto-weg-Politik mit ihren fürchterlichen Folgen nicht nur für die Autoindustrie, sondern für die gesamte Volkswirtschaft.

Wo kein Auspuff ist, kann auch kein CO2 gemessen werden. Das Elektroauto wird deshalb mit null Gramm CO2 verbucht und stützte – nebenbei bemerkt – das Tesla-Geschäftsmodell von Elon Musk, das seinen Gewinn wesentlich aus dem Zertifikatehandel einstrich. Die bösen Verbrenner mussten also die guten E-Autos bezahlen.

Die Emissionen aus Bergbau, Stahl- und Aluminiumherstellung, Batteriezellproduktion, Stromerzeugung, Transport und Recycling verschwinden damit zwar nicht aus der Atmosphäre, wohl aber aus den wilden europäischen Flottenrechenspielereien. So entsteht das „klimaneutrale“ Auto zwar nicht in der Fabrik, sondern in grünem Brüsseler Verordnungswerk.

Brüssel macht das Elektroauto nicht physikalisch, sondern klimabuchhalterisch emissionsfrei. Seine Emissionen entstehen nur an anderen Stellen: beim Abbau der Rohstoffe, bei der Herstellung von Stahl und Aluminium, in der Batteriefabrik, beim Transport der Komponenten und im Kraftwerk, das den Ladestrom erzeugt. Sie verschwinden nicht aus der Atmosphäre, wohl aber aus der europäischen Flottenrechnung.

So weit – so bekannt. Wir bei TE schreiben schon jahrelang gegen diesen Unsinn an. Genau diese am Auspuff endende Brüsseler Klimarechnung greift jetzt die Technische Universität München an. Morgen am Dienstag will sie ein White Paper mit dem Titel „Defossilisation statt Dekarbonisation“ vorstellen. Der Präsident der TU-München Thomas Hofmann, der die Untersuchung initiiert hat, spricht von einer „substanziellen Fehlsteuerung“ der europäischen Klimapolitik.

Nach den bisher bekannten Angaben haben die Münchner Wissenschaftler 19 Studien mit 47 Szenarien ausgewertet. Ihr Ergebnis: Batterieelektrische Autos verursachen über ihren gesamten Lebenszyklus zwar weniger Kohlendioxid als vergleichbare Verbrenner, im Durchschnitt aber lediglich 41 Prozent weniger. Von jener Klimaneutralität, die dem Elektroauto politisch zugeschrieben wird, kann also keine Rede sein.

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