Elektroautos sollen das Klima retten. So lautet jedenfalls die Brüsseler Erzählung, auf deren Grundlage die europäische Autoindustrie umgebaut wird. Spitzenwissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) stellen diese Annahme nun frontal infrage. Die EU-Klimapolitik für Autos beruhe auf einer lückenhaften Auspuff-Logik und führe zu einer substanziellen Fehlsteuerung, berichtet die „Bild“-Zeitung über eine TUM-Studie, die am Dienstag in München vorgestellt werden soll.
Der Kern der Auto-Lüge: Weil Elektroautos am Auspuff kein CO₂ ausstoßen, erklärt die EU sie kurzerhand für CO₂-frei und damit klimaneutral. Doch die politische Rechenregel hat mit einer vollständigen Klimabilanz wenig zu tun.
Eine systematische Auswertung von 19 Studien und 47 Szenarien ergibt ein wesentlich nüchterneres Bild. Batterieelektrische Fahrzeuge verringern die CO₂-Belastung gegenüber Verbrennern zwar – im Durchschnitt aber lediglich um 41 Prozent. Das ist ein deutlicher Unterschied, aber weit entfernt von jener Klimaneutralität, die Brüssel der Elektromobilität auf dem Papier zuschreibt.
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