Die Zugbegleiter der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind immer häufiger brutalen Übergriffen ausgesetzt. Nun fordert der Betriebsrat mehr Polizei in den Zügen, die Verteilung von Stichschutzwesten und eine bessere Absicherung.
Ein Vorfall am vergangenen Wochenende in St. Pölten hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht: Zwischen Wilhelmsburg und St. Pölten soll eine Jugendbande nicht nur Sachbeschädigungen verübt, sondern auch Zugbegleiter attackiert haben. Ein 15-Jähriger soll einen Schaffner mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Derartige Gewalttaten häufen sich.
„Der Vorfall hat in der Belegschaft tiefe Betroffenheit und spürbare Verunsicherung ausgelöst“, schreibt dazu Martin Hofmann, Vorsitzender des Zentralbetriebsrats der ÖBB-Personenverkehr AG, in einem internen Brief an das Management, berichtet die Tageszeitung Kurier. Viele Kollegen hätten konkrete Angst, im Dienst Situationen allein gegenüberzustehen, auf die sie nicht ausreichend vorbereitet seien.
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