Mehr triefende Deutschland-Symbolik ging kaum: Nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt zog die SPD-Bundestagsfraktion am Dienstag mit Grundgesetz-Ausgaben zum Bebelplatz. Dorthin also, wo die Nationalsozialisten 1933 Bücher verbrennen ließen. Es folgten dramatische Warnungen und absurde Steigbügelhalter-Bezichtigungen Richtung CDU. Die Sozialdemokraten stimmten sogar die Nationalhymne an, um zu zeigen, wie ernst die Lage ist.
Aus einer geheimen Landtagswahl in Magdeburg machte die SPD am Dienstagabend eine politische Großinszenierung mit fragwürdigsten Vergleichen und Anschuldigungen gegenüber dem Koalitionspartner.
AfD-Mann Rausch erhielt 48 Stimmen. AfD und BSW kommen zusammen auf 44 Mandate. Vier Stimmen kamen also aus anderen Fraktionen – es kann nur die CDU sein, deren Führung ihren Abgeordneten Enthaltung empfohlen hatte.
SACHSEN-ANHALT: SPD-Protest gegen AfD-Durchmarsch ‒ CDU in Erklärungsnot | WELT LIVESTREAM











