Steuerreform: So teuer werden die „Entlastungen“ für Sie

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Steuerreform: So teuer werden die „Entlastungen“ für Sie
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Union und SPD wollen mit ihrer Steuerreform vor allem Beschäftigte mit kleinen und mittleren Einkommen entlasten. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sprach von „mehr Fairness“. Doch Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Frank Hechtner für die Frankfurter Allgemeine Zeitung zeigen: Werden auch die steigenden Sozialabgaben berücksichtigt, bleibt von der angekündigten Entlastung deutlich weniger übrig. Im Jahr 2028 drohen vielen Arbeitnehmern sogar höhere Belastungen als heute.

Ein kinderloser Single mit 3000 Euro Bruttogehalt im Monat hätte demnach 2028 unter dem Strich 9 Euro weniger monatlich zur Verfügung. Dabei hatte Klingbeil angekündigt, 95 Prozent der Steuerzahler „um mehrere Hundert Euro im Jahr“ zu entlasten. Die Realität ist eine andere, wie Frank Hechtner von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg errechnet hat.

Mit wachsendem Einkommen nimmt die Belastung zunächst langsam zu, ab bestimmten Gehaltsstufen aber sprunghaft. Ein kinderloser Alleinstehender mit 6000 Euro brutto verliert laut Berechnung 242 Euro im Jahr. Bei 6500 Euro steigt das Minus auf 639 Euro, bei 9000 Euro auf 904 Euro. Nicht eingerechnet ist dabei der Kaufkraftverlust durch die Inflation. Real fällt das verfügbare Einkommen deshalb noch geringer aus.

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