Steigender Öl-Preis nach neuen Angriffen: Der Iran-Krieg geht weiter

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Steigender Öl-Preis nach neuen Angriffen: Der Iran-Krieg geht weiter
Bildquelle: NiUS

Die Lage rund um die Straße von Hormus spitzt sich wieder zu. Während das US-Militär erneut Ziele im Iran bombardierte, griff Teheran nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Tanker mit Marschflugkörpern an. Ein Besatzungsmitglied wurde getötet, acht weitere Menschen wurden verletzt. Zugleich kündigte US-Präsident Donald Trump eine neue Seeblockade gegen iranische Häfen sowie eine Gebühr für die Durchfahrt durch die Meerenge an. Die Ölpreise stiegen daraufhin deutlich.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 82,75 US-Dollar. Damit verteuerte sich die für den Weltmarkt wichtige Referenzsorte um knapp neun Prozent. Der Preis liegt allerdings weiterhin deutlich unter dem Niveau zu Beginn des Konflikts. Damals hatte ein Barrel Brent zeitweise mehr als 126 Dollar gekostet.

Trump hatte kurz nach den jüngsten US-Angriffen erklärt, die Seeblockade gegen Schiffe wieder aufzunehmen, die iranische Häfen anlaufen oder von dort abfahren. Nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom soll die Blockade am Dienstag um 22 Uhr deutscher Zeit beginnen. Allen anderen Staaten stellte Trump einen „fairen und offenen“ Zugang zur Straße von Hormus in Aussicht.

Die Spritpreise steigen wieder.

Gleichzeitig kündigte der US-Präsident an, künftig 20 Prozent des Frachtwertes von Schiffen zu verlangen, deren sichere Durchfahrt durch die Meerenge von den USA gewährleistet werde. Damit sollten die Kosten für den militärischen Schutz der Passage ausgeglichen werden. Wie die Regelung konkret umgesetzt werden soll und wer die Gebühr zahlen müsste, blieb zunächst offen.

Die deutschen Reeder kritisierten den Vorstoß scharf. „Kein einzelner Staat sollte den freien Zugang zu einer internationalen Wasserstraße einseitig von Gebühren abhängig machen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder, Martin Kröger, der Wirtschaftswoche. „Das wäre rechtlich auch nicht zulässig.“

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