Die deutsche Autoindustrie verlagert ihre Produktion zunehmend ins Ausland. Der Hauptgrund sind die hohen Kosten am Standort Deutschland: Teure Energie, hohe Löhne, eine hohe Steuer- und Abgabenlast sowie eine strenge Regulierung mit einer Vielzahl von Vorschriften und bürokratischen Auflagen machen die Fertigung hierzulande immer unrentabler.
Als bevorzugter Standort dieser Verlagerung etabliert sich zunehmend Ungarn. Ausschlaggebend sind vor allem die niedrigen Lohnkosten und die vergleichsweise geringe Steuerbelastung. Insbesondere Mercedes-Benz setzt verstärkt auf den Standort. Der Konzern hat sein Werk in Kecskemét, rund 80 Kilometer südöstlich von Budapest, erst kürzlich für rund eine Milliarde Euro umfassend erweitert. Das Werk ist nun die größte Automobilfertigungsstätte des Landes.
Mit der Inbetriebnahme von zwei neuen Hallen für Karosserie- und Montagelinien, einem zweiten Presswerk, einer neuen Lackiererei sowie einer Batteriemontage hat Mercedes die Produktionskapazität vor Ort von 200.000 auf 400.000 Fahrzeuge pro Jahr verdoppelt.
Sommerpressekonferenz mit Bundeskanzler Merz | 15.07.26










