Schmierkampagne sondergleichen: Was die SPD rund um Bärbel Bas veranstaltet, ist unwürdig und unehrlich

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Schmierkampagne sondergleichen: Was die SPD rund um Bärbel Bas veranstaltet, ist unwürdig und unehrlich
Bildquelle: Apollo News

Schwarz-rote Koalition – das ist ein wenig wie im Kindergarten, wo man gemeinsam keine Sandburg mehr bauen will, weil der eine so gemein zum anderen war. Es dreht sich dieser Tage plötzlich viel um verletzte Gefühle und attestierte Unmenschlichkeit.

Doch die „unmenschlichen“ Angriffe von CDU-Politikern auf Bärbel Bas muss man mit der Lupe suchen und wird selbst dann kaum fündig. Trotzdem plustern sich SPD-Politiker wie Lars Klingbeil und Manuela Schwesig mächtig auf – es riecht nach Inszenierung mit einem bestimmten Sinn und Zweck. Es ist viel Show, aber wenig Substanz.

Lars Klingbeil jedenfalls kommt im ARD-Brennpunkt am Montagabend gewaltig ins Schwurbeln. Er zelebriert einen Zustand irgendwo zwischen moralischer Empörung und Betroffenheit, kann aber auf Nachfrage nichts Konkretes benennen. Er verweist stattdessen nebulös auf „Berichte aus Hintergründen, in denen der Druck nochmal deutlich hochgefahren wurde“.

Der Journalist, der das gelten lässt, kann auch als Pressesprecher der SPD anfangen. Wenn das alles so schlimm ist, dann soll man die Verantwortlichen bitte öffentlich benennen und vor dem Gericht der öffentlichen Meinung anklagen bei all ihrer „Unmenschlichkeit“. Dieses Schmierentheater aber, in dem man sich über irgendwelche Phantom-Entgleisungen empören soll, ist einfach zu blöd: Wir alle sollen uns jetzt über „unmenschliche Angriffe“ echauffieren, die niemand konkret darstellt, die nicht benannt werden. Von Lars Klingbeil bis zu geneigten Journalisten, die den Frame der Genossen weiterverbreiten: Niemand wird konkret, alle schwurbeln nur auf einer moralisierenden „Schlimm!“-Ebene herum.

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