Harter Schlag für die Bremer: Sie müssen künftig mit 20 Prozent weniger Flugmöglichkeiten zurechtkommen. Denn gerade sind die seit September laufenden Verhandlungen zwischen Airline, Flughafen und Bremer Regierung über neue Konditionen gescheitert. Nach Darstellung von Wirtschaftsstaatsrat und Flughafen-Aufsichtsratschef Kai Stührenberg verlangte Ryanair so weitgehende Nachlässe, dass Bremen bis zu fünf Euro je Passagier hätte zuschießen müssen. Das sei wirtschaftlich und beihilferechtlich nicht tragbar gewesen.
Der Streit dreht sich nicht um leere Maschinen. Die Auslastung lag 2025 bei rund 88 Prozent. Diese Darstellung ist allerdings nicht durch eine veröffentlichte Kalkulation überprüfbar. Dem ohnehin defizitären Flughafen drohen Einnahmeausfälle von rund drei Millionen Euro jährlich, sofern kein Ersatz kommt. Stührenberg sagt zugleich ausdrücklich, die Auslastung sei nicht das Problem gewesen. Er räumt ein, dass deutsche Luftfahrtkosten einen erheblichen Wettbewerbsnachteil darstellten, den ein einzelner Flughafen nicht ausgleichen könne.
Sechs Direktziele dürften künftig von den Bremer Flugzieltafeln vollständig verschwinden. Betroffen sind die Ryanair-Verbindungen nach London-Stansted, Alicante, Málaga, Lamezia Terme, Zadar und Palma de Mallorca. Nach dem derzeitigen Angebot werden davon fünf Ziele ausschließlich von Ryanair bedient; nur Mallorca bleibt auch mit anderen Airlines erreichbar. Ohne Ersatz verliert Bremen somit nicht bloß Frequenzen, sondern ganze Direktverbindungen.
Bundestag u.a. zu Reform der Einkommensteuer & Linksextremismus | 08.10.26











