Linksjugend feiert 7. Oktober als Gründungstag der DDR und fordert „Freiheit für Palästina“

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Linksjugend feiert 7. Oktober als Gründungstag der DDR und fordert „Freiheit für Palästina“
Bildquelle: Apollo News

Die Linksjugend Darmstadt hat am Mittwoch in einem sichtlich als Provokation angelegten Beitrag auf Instagram den 7. Oktober nicht als Datum des Hamas-Massakers an israelischen Zivilisten betrauert, sondern den Tag als Gründungstag der DDR gefeiert und sogar „Freiheit für Palästina“ gefordert. In dem Beitrag hieß es anerkennend, dass die DDR sozialistisch-feministisch und antiimperialistisch gewesen sei. Der Text war mit einem Bild des Musters einer Kufiya, des „Palästinensertuchs“, hinterlegt.

Der Kreisverband der Linksjugend erklärte, dass der 7. Oktober ein historischer Tag sei. Dass es auch der dritte Jahrestag des Angriffs der Hamas auf Israel war, der zu 1.200 Toten und 251 verschleppten Geiseln führte, wurde nicht erwähnt. Dafür wurde eine antiisraelische Haltung in den Vordergrund gerückt. Die DDR sei nämlich „anti-imperialistisch“ gewesen, weil sie „klar an der Seite von Palästina“ gestanden habe, „mit humanitärer Hilfe und militärischer Unterstützung“.

Die DDR stellte sich tatsächlich etwa hinter die palästinensischen Terroristen, die 1972 neun israelische Olympiateilnehmer als Geiseln nahmen und töteten. Der ostdeutsche Journalist Heinz Grote bezeichnete das Geiseldrama als „abenteuerliche Aktion“. Er war einer der bekanntesten Fernsehjournalisten der DDR und war von 1984 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Fernsehen. Was die Linksjugend Darmstadt als „militärische Unterstützung“ bezeichnet, umfasste die Ausbildung palästinensischer Terroristen durch die Stasi und Lieferungen von Waffen und Munition.

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