Im Interview mit der Welt stellt AfD-Parteichef Tino Chrupalla zentrale Elemente der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik infrage. Dabei plädiert er für einen Strategiewechsel im Ukraine-Krieg, eine Neubewertung der NATO-Mitgliedschaft und eine grundlegende Reform der Europäischen Union. Auffällig ist Chrupallas Infragestellung der deutschen Souveränität.
Für Chrupalla steht fest: „Russland hat diesen Krieg gewonnen. Die Realität hat diejenigen eingeholt, die angeben, die Ukraine befähigen zu wollen, den Krieg zu gewinnen“, erklärt er. Die westliche Strategie sei gescheitert, und es sei höchste Zeit, das Scheitern einzugestehen. Die Bundesregierung müsse endlich zu dem Punkt kommen, den Krieg beenden zu wollen.
Auf die Frage, ob Friedrich Merz (CDU) tatsächlich ein „Kriegskanzler“ werden könnte, wie es einige AfD-Abgeordnete behaupten, antwortete Chrupalla: „Friedrich Merz will Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine liefern. Das würde Deutschland zur Kriegspartei machen. Wer Merz wählt, wählt den Krieg.“
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











