Die Radikalisierung Jugendlicher: Von Bombendrohungen bis zum IS-Anschlag

vor 3 Monaten

Die Radikalisierung Jugendlicher: Von Bombendrohungen bis zum IS-Anschlag
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Staatsanwaltschaft Halle in Sachsen-Anhalt hat einen 16-jährigen Jugendlichen wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten“ angeklagt, wie die Behörde der „Mitteldeutschen Zeitung“ bestätigte. „Angeklagt worden sind insgesamt 105 entsprechende Taten, die der Angeschuldigte zwischen Juli und September 2025 begangen haben soll“, sagte Staatsanwalt Benedikt Bernzen dem Blatt. Der Jugendliche soll seine Droh-E-Mails „an zahlreiche Schulen und Krankenhäuser“ adressiert haben.

Der Prozess findet am Jugendschöffengericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Laut Gericht ist der Angeklagte in Deutschland geboren. Er habe sich bereits zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft geäußert, sagte ein Gerichtssprecher der Zeitung. Details nannte er nicht. „Im Fall der Verurteilung drohen die bei Jugendlichen üblichen Sanktionen, also Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel oder Jugendstrafe“, so Kolbig. Mit einem Urteil sei nicht vor Ende Juni zu rechnen.

Erjon S. kam mit seinen Eltern als Asylbewerber aus dem Kosovo nach Deutschland. Er soll seit Anfang 2025 einer islamistisch-jihadistischen Ideologie gefolgt sein. Innerhalb weniger Monate habe er sich radikalisiert und im September 2025 den Entschluss gefasst, Menschen zu töten.

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