Plötzlich positioniert sich Anetta Kahane gegen Meldestellen – doch der Schein trügt

vor 3 Monaten

Plötzlich positioniert sich Anetta Kahane gegen Meldestellen – doch der Schein trügt
Bildquelle: Apollo News

Die Gründerin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, hat sich überraschend gegen Meldestellen ausgesprochen – so scheint es zumindest. Auf einer Podiumsdiskussion zur Meinungsfreiheit, ausgerichtet von der konservativen Denkfabrik R21, übte die ehemalige Journalistin und Aktivistin vorsichtige Kritik an Meldestellen, die ihre eigene Stiftung betreibt.

Sie sei persönlich „kein großer Fan“ dieser Einrichtung, meinte Kahane in der Diskussion auf der Veranstaltung in Berlin (hier mehr dazu). Laut eigenen Angaben fand Kahane das 2023 gestartete Projekt „immer schon etwas schwierig“ – die „Zielsetzung“ habe sich verändert. Auch der Name als „Meldestelle“ sei „ungünstig“; sie hätte es eher „Erhebungs-“ oder „Forschungsstelle“ genannt. Es gehe ja schließlich nicht darum, Menschen anzuzeigen, sondern darum, „Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ zu „erheben“.

Die Äußerungen der ehemaligen Stiftungs-Chefin wurden medial rezipiert – und als Kritik, gar Ablehnung gegenüber dem Konzept solcher Meldestellen gewertet. Sie stehen sicherlich auch im Zusammenhang mit einer zunehmend kritischen Öffentlichkeit gegenüber solchen Institutionen. Doch Kahane lehnt Meldestellen keineswegs ab – es geht lediglich um eine neue Etikettierung, wie ihre Ausführungen klarmachen.

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