„In Demut danke ich für diese große Ehre.“ So schreibt Omid Nouripour auf der Plattform LinkedIn. Der Anlass: „Ich wurde gestern von seiner Majestät, König Willem-Alexander der Niederlande zum Großoffizier des Ordens Oranien-Nassau ernannt.“ (Fehlendes Komma aus dem Original übernommen.)
Screenprint via LinkedIn / Omid Nouripour
Wer sich an den Mann nicht mehr erinnern kann: Nouripour ist Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Bis vor gar nicht allzu langer Zeit war er Co-Vorsitzender der Grünen – einer Partei, die jahrzehntelang gegen Autoritäten, Herrschaftsstrukturen, Monarchien, Orden, Uniformen und alles kämpfte, was nach Staat aussah.
Jetzt steht er geschniegelt und gebügelt im Frack beim Staatsempfang und strahlt dabei wie ein Sechsjähriger vor der Bescherung. Ein Orden, heißa! Nicht irgendein Orden übrigens, sondern einer, der vom niederländischen Königshaus verliehen wird – von einer Institution also, die der klassische Grüne ungefähr so sympathisch findet wie einen Kohlekraftwerksbetreiber mit Privatjet.
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