Insgesamt 130 Kulturschaffende, Journalisten und Wissenschaftler, darunter etwa die beiden Satiriker Jean-Philippe Kindler und El Hotzo haben sich in einem offenen Brief hinter die Berliner Linkspartei und insbesondere den Bezirksverband Neukölln gestellt. Apollo News liegt der Brief vor. Zuerst berichtete die taz von dem Dokument. Sie kritisieren eine aus ihrer Sicht rassistisch geprägte Medienkampagne gegen die Partei und warnen davor, den Antisemitismusvorwurf politisch zu instrumentalisieren.
Die Linke hatte die Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September deutlich gewonnen. Nach vorläufigem Ergebnis kam sie auf 25,7 Prozent der Stimmen und lag damit vor der CDU. Seitdem steht die Partei unter anderem wegen ihrer Positionen zur Nah-Ost-Konflikt und wegen Vorwürfen gegen einzelne Mitglieder unter massivem Druck.
Die Unterzeichner des Briefes sprechen von einer „beispiellosen medialen Hetzkampagne“. Der Linkspartei werde unter anderem eine Nähe zur sogenannten Clan-Kriminalität sowie zu politisch engagierten Palästinensern vorgeworfen. Hinter den Angriffen stehe jedoch schlicht die Sorge etablierter Parteien, Berlin könne mit der Vergesellschaftung von Wohnungen einen bundesweiten Präzedenzfall schaffen, heißt es in dem Schreiben.
SACHSEN-ANHALT: SPD-Protest gegen AfD-Durchmarsch ‒ CDU in Erklärungsnot | WELT LIVESTREAM











