Gegen 2.30 Uhr nachts ist am frühen Freitagmorgen in einem Gebäude der Viktor-Frankl-Schule ein Brand ausgebrochen. Die Schule liegt im Frankfurter Stadtteil Dornbusch, nur etwa einen Kilometer von der historischen Zentrale der Deutschen Bundesbank entfernt. Das vom Brand betroffene Gebäude wird momentan nicht für den Schulbetrieb genutzt. Stattdessen wurden einige Räume von der Frankfurter Initiative „Frankfurt for Ukraine“ als Zwischenlager für gespendete Hilfsgüter genutzt.
Die Feuerwehr war mit mehr als 150 Einsatzkräften vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen und ein Übergreifen auf die benachbarten Gebäude der Schule zu verhindern. Erst am Freitagabend war der Einsatz beendet, nachdem die Feuerwehrleute gemeinsam mit Hilfskräften vom THW das Gebäude nach verbliebenen Glutnestern abgesucht hatten. Das Zwischenlager und die gesammelten Hilfsgüter wurden vollkommen zerstört. Die Hilfsgüter hätten in der nächsten Woche in die Ukraine geliefert werden sollen. Es wäre die sechste Hilfslieferung gewesen, die „Frankfurt for Ukraine“ in diesem Jahr initiiert hätte.
Die Initiative sammelt in erster Linie medizinische Hilfsgüter für Krankenhäuser und Stadtverwaltungen in der Ukraine, darunter gebrauchte Rollstühle, Gehstützen und medizinische Geräte. Auch altes Feuerwehrequipment, das nicht mehr deutschen Standards entspricht, aber in der Ukraine dringend gebraucht wird, befand sich im Lager. In den letzten Wochen wurden zudem Kerzen gesammelt, denn mit dem Beginn der kalten Jahreszeit nehmen die russischen Militärschläge auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine zu und es kommt immer wieder zu Stromausfällen.
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