„Niveau des Corona-Lockdowns“: Einzelhandelsumsatz bricht dramatisch ein

vor etwa 1 Stunde

„Niveau des Corona-Lockdowns“: Einzelhandelsumsatz bricht dramatisch ein
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Die Konsumflaute, die Deutschland nun schon seit Jahren überschattet, macht dem Einzelhandel immer stärker zu schaffen. Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) bestätigen dies. Demnach sank der Umsatz der deutschen Einzelhandelsunternehmen im Juli – nach vorläufigen Ergebnissen – gegenüber dem Vormonat real um 3,4 Prozent. Das entspricht dem stärksten Rückgang seit Juli 2021, als das Land die Folgen des zweiten Corona-Lockdowns ausbaden musste. „Aktuell liegen wir auf dem Niveau des zweiten Corona-Lockdowns, das ist extrem unbefriedigend und trifft den Einzelhandel hart“, kommentierte Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), die aktuellen Daten.

Das Minus im Juli wiegt auch deshalb schwer, weil Ökonomen Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zufolge eigentlich mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet hatten. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte der Umsatz real um 2,5 Prozent.

Der Einbruch im Juli zieht sich durch nahezu alle Sparten. Der Handel mit Nichtlebensmitteln war stark betroffen und büßte im Juli gegenüber dem Vormonat real 4,8 Prozent ein. Der Internet- und Versandhandel – über Jahre eigentlich der Wachstumstreiber der Branche schlechthin – verlor sogar 5,6 Prozent. Vergleichsweise glimpflich kam der Lebensmitteleinzelhandel mit einem realen Minus von 0,8 Prozent davon. Der Hintergrund ist logisch: „Am Essen lässt sich schwerer sparen als an neuer Kleidung oder Elektronik“, erklärte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, im Gespräch mit Reuters.

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