Grünes „Bildungsprojekt“: Niedersachsens Religionsunterricht rückt Scharia und Gender in den Fokus

vor 4 Monaten

Grünes „Bildungsprojekt“: Niedersachsens Religionsunterricht rückt Scharia und Gender in den Fokus
Bildquelle: Tichys Einblick

In Niedersachsen zeigt sich, wie die Grünen Politik machen, wenn sie es ernst meinen: mit veränderten Lehrplänen. Wer Bildungsinhalte anfasst, formt die Köpfe, und wer die Köpfe formt, verschiebt das Land. Genau das soll jetzt im Religionsunterricht des Bundeslandes geschehen.

Verantwortlich ist Julia Willie Hamburg, Kultusministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin in Niedersachsen. Sie sitzt zudem als Vertreterin der Landesregierung im VW-Aufsichtsrat. Die Grünenpolitikerin gab früh die Richtung vor: in der Schule dürfe es nicht „nur ums Pauken“ gehen, Lernen solle „Spaß“ und „Sinnhaftigkeit“ haben.

2022 übernahm Julia Willie Hamburg das niedersächsische Kultusministerium, ohne selbst einen Berufs- und Studienabschluss zu haben. Das ist kein Detail, sondern ein deutliches Zeichen, welche Bedeutung Leistung und Abschlusskultur in dieser Bildungspolitik haben, nämlich keines.

Die Grüne steht für eine Bildungspolitik, die Lehrpläne nicht behutsam fortschreibt, sondern politisch neu justiert. Das zeigt sich nicht nur an den neuen Plänen für den Religionsunterricht. Im Dezember 2025 wurde bekannt, dass Grundschüler in Niedersachsen ab Sommer 2026 mit Beginn des neuen Schuljahres kein schriftliches Dividieren mehr lernen sollen und das Rechnen mit Dezimalzahlen anders beziehungsweise deutlich später behandelt werden soll.

Unter den rund 130 verbindlichen Themen für die Klassen 5 bis 10 finden sich für den Religionsunterricht nur noch wenige Punkte, die sich unmittelbar mit Jesus Christus beschäftigen. Wenn Jesus im christlichen Religionsunterricht nur als kurzer Programmpunkt auftaucht, dann ist das Fach nicht modernisiert, sondern entkernt. Begründet wird der Umbau ausdrücklich mit dem demografischen Wandel: weniger christliche Schüler, dafür immer mehr Schüler aus muslimischen Familien und mehr Schüler ohne religiöse Bindung. Und dieser Kurs kommt nicht als Sololauf aus dem grünen Ministerium: Lehrerverbände und die evangelische Kirche unterstützen ihn.

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