China verschafft sich zunehmend Einfluss auf die deutsche Wirtschaft – und das auf verschiedensten Wegen: zum einen durch die massive Ausweitung seiner Exporte, zum anderen durch die Übernahme deutscher Unternehmen und auch durch die Sicherung heimischer Infrastruktur. Wie weit diese Entwicklung inzwischen reicht, zeigt ein aktuelles Großprojekt an der Nordseeküste.
In Wilhelmshaven planen die staatliche Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (Nports) und die schwäbische Mosolf-Gruppe aus Kirchheim unter Teck, einer der größten Fahrzeuglogistiker Europas, derzeit ein neues Hafenterminal zu errichten – gebaut wird es in erster Linie für die wachsenden Autoimporte chinesischer Hersteller wie BYD, Geely und MG.
Die Dimensionen des Vorhabens sind beachtlich. Etwa zwölf Kilometer nördlich des JadeWeserPorts – des modernen Containerhafenbereichs des Wilhelmshavener Hafens – soll das Terminal mit einer bis zu 900 Meter langen Kaikante entstehen. Errichtet wird die Anlage von der staatlichen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts), Mosolf will sie anschließend langfristig pachten.
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