Sachsen-Anhalts Noch-Regierungschef Sven Schulze hat das letzte Stadium im Niedergang eines politischen Verlierers erreicht: Mitleid und Spott sind das äußerste an Emotionen, was der schwarze Unglücksrabe noch hervorzurufen vermag.
Alle schubsen ihn herum: Die eigene Partei, die ihn im Angesicht der nahenden Niederlage noch schnell als Notlösung ins Amt bugsiert hat; die AfD, deren Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ihn bei jedem öffentlichen Auftritt in die Tasche steckt und schon die Tage zählt, bis er als sein Nachfolger in die Magdeburger Staatskanzlei einzieht; die Kommunisten von der SED-„Linke“, die ihm jede Woche neue Bedingungen diktieren für ihre Komplizenschaft beim Aushebeln des Wählerwillens; und sogar die Medien, die ihm das Etikett „Spitzenkandidat der Langeweile“ verpasst haben und seinen Wahlkampf mal als „Katastrophe“, mal als „Horror“ bezeichnen.
Beim ersten TV-Duell in der MDR-„Wahlarena“ war es wieder soweit. Siegmund glänzte, Schulze langweilte und gab zwischendurch die beleidigte Leberwurst. Ob er denn seinen Kontrahenten auch als „Flachzange“ titulieren würde, wollte die Moderation von AfD-Spitzenkandidat Siegmund wissen, in Anspielung auf einen Vergleich, mit dem Parteichefin Alice Weidel die Berliner Regierungstruppe belegt hatte. Als Mensch nicht, als Politiker schon, gab Siegmund salomonisch zurück. Für Schulze war selbst das zuviel: So etwas zu sagen würde ihm nie einfallen, es gebe doch „ein gewisses Niveau“, moserte er eingeschnappt zurück.
DEUTSCHLAND: Putin geht bei Rache noch weiter! Russland reagiert auf Sanktionen I WELT STREAM













