Nach Wahlschlappe bei UN-Sicherheitsrat: Johann Wadephul will weniger Geld an Vereinte Nationen zahlen

vor 2 Monaten

Nach Wahlschlappe bei UN-Sicherheitsrat: Johann Wadephul will weniger Geld an Vereinte Nationen zahlen
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Nachdem Deutschland keinen Platz im UN-Sicherheitsrat erhalten hat, erwägt Außenminister Johann Wadephul eine Kürzung des UN-Budgets. „Es kann nicht sein, dass wir einer der größten Beitragszahler sind und bei manchen Entscheidungen, auch im personellen Bereich, nicht berücksichtigt werden“, sagte er am Donnerstag im Interview mit der Rheinischen Post. Der Bundestag werde sich einzelne Engagements genauer ansehen müssen. Doch die humanitäre Hilfe soll nicht angetastet werden.

Neben seiner Forderung nach einer Budgetkürzung betonte er die Bedeutung der Vereinten Nationen als Diskussionsforum, auf dem die Konflikte der Welt besprochen werden könnten. Die Vereinten Nationen seien als „Quelle internaler Regeln und Standards“ wichtig. „Sie bilden letztlich das Koordinatensystem, in dem unser Land zur drittgrößten Wirtschaftsmacht der Welt geworden ist.“ Man solle nicht durch einen Rückzug ermöglichen, dass andere dieses Koordinatensystem zum Nachteil Deutschlands neu zeichneten, so Wadephul.

Auf Nachfrage der Rheinischen Post, ob Deutschland in der UN gehört werden wolle, bejahte der Außenminister dies: „Ja, wir wollen gehört werden. Deutschland hat Interessen. Und Deutschland möchte auch respektiert werden.“ Die Vereinten Nationen müssten nun davon ausgehen, dass Deutschland seine Interessen in Zukunft „etwas deutlicher“ vertreten werde.

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