Nur einen Tag nach der Unterbrechung ihrer Sondierungsgespräche haben sich SPD, Grüne und Linke in Berlin auf deren Fortsetzung geeinigt. Am Donnerstag sollen die Verhandlungen über eine rot-grün-rote Koalition weitergehen. Das teilte die Linken-Fraktionsvorsitzende Elif Eralp am Mittwochabend gegenüber der dpa mit. Zuvor hatte SPD-Fraktionschef Steffen Krach die Verständigung in der rbb-Abendschau bestätigt.
„Wir sind heute mit Grünen und SPD zusammengekommen und haben ein gutes und offenes Gespräch geführt“, erklärte Eralp. Die Missverständnisse zwischen den Parteien seien ausgeräumt. Die drei Parteien hätten sich darauf verständigt, ihre gemeinsame Antisemitismus-Vereinbarung vom vergangenen Donnerstag zum Bestandteil eines möglichen Koalitionsvertrags zu machen.
„Die Spitzen aller drei Parteien stehen hinter der Berliner Vereinbarung“, erklärte Eralp. Eine Rücknahme der umstrittenen Aufnahme von Vanessa Emde in die Linksfraktion wurde nicht bekannt. Grünen-Chef Felix Banaszak hatte noch am Mittwochmorgen erklärt, dass deren Nichtaufnahme eine Grundlage für die Zustimmung der Bundesspitze zu den Sondierungen gewesen sei.
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