Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung kann im kommenden Jahr bei unverändert 2,9 Prozent bleiben. Das teilte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) auf Grundlage der Prognose des GKV-Schätzerkreises mit.
Das Bundesamt für Soziale Sicherung bestätigte am Abend, aus den Schätzergebnissen für 2027 ergebe sich dieser rechnerische Wert. Der tatsächlich erhobene Satz liegt jedoch im Ermessen der einzelnen Krankenkassen.
Die Ausgaben der Kassen sollen im kommenden Jahr deutlich langsamer steigen als im laufenden Jahr. Linnemann führte dies vor allem auf das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zurück, das die Krankenkassen 2027 um bis zu 15 Milliarden Euro entlastet. Trotz der Maßnahme bleibe die Finanzlage angespannt. „Wir müssen die strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung lösen und ihre Finanzierung dauerhaft auf eine solide Grundlage stellen“, sagte der CDU-Minister.
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