Bis 2045 klimaneutral zu werden, könnte Deutschland sechs Billionen Euro kosten. Das ergibt eine Berechnung von Prognos im Auftrag der deutschen Förderbank KfW, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach müssten Privathaushalte, der deutsche Staat und die Wirtschaft zusammen 290 Milliarden Euro im Jahr aufbringen. Der KfW-Vorstand Stefan Wintels sprach von einer „anspruchsvollen, aber machbaren Herausforderung“.
Sechs Billionen Euro entsprechen 6.000 Milliarden Euro. Die meisten Investitionen müssten in den Verkehrsbereich fließen, laut den Berechnungen nämlich 45 Prozent, was 2,7 Billionen Euro entspricht. Für die Umrüstung bei der Energie müssten 35 Prozent des Budgets ausgegeben werden. Im Gebäudesektor würden 22 Prozent der Ausgaben anfallen, was 1,3 Billionen Euro entspricht. In die Umwandlung der Industrie müssten 480 Milliarden Euro investiert werden.
KfW-Vorstandschef Wintels sprach von einer „enormen Kraftanstrengung“. Doch der Beitrag relativiere sich dadurch, dass Deutschland auch viel Geld investieren müsse, wenn es an fossilen Energien festhalte, sagte er bei der Vorstellung der Berechnung laut Pressemitteilung. Investitionen in den Klimaschutz hätten jedoch auch einen wirtschaftlichen Nutzen, weil Deutschland der zweitgrößte Exporteur von Klimaschutzgütern sei.
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