Gegen die ultralinke US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar wird ermittelt. Es geht um möglichen Einwanderungsbetrug, falsche Angaben zum Geburtsdatum und zu Vermögenswerten. Sogar eine Hausdurchsuchung fand statt. Die Demokraten schäumen vor allem wegen des Zeitpunkts, nur gut drei Wochen vor den Zwischenwahlen.
Für Donald Trump ist die aus Somalia stammende Demokratin Ilhan Omar ein rotes Tuch. Er hält sie für korrupt, für eine „schreckliche Person“ und würde sie am liebsten in ihre somalische Heimat abschieben. Erst am Montag sagte der Präsident bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio: „Sie ist eine Katastrophe. Sie kommt aus einem Land ohne Gesetze, ohne Polizei, ohne Militär. Alles, was sie tun, ist, sich gegenseitig zu erschießen. Und dann kommt sie in unser Land und sagt: ‚Ich habe ein verfassungsmäßiges Recht.‘“ Die Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit, Omar nennt den Präsidenten einen „Faschisten“ und pestet bei jeder Gelegenheit gegen ihn.
Jetzt, gut drei Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA, steckt die stramm linke Kongressabgeordnete in echten Schwierigkeiten. Anfang der Woche vollstreckten Beamte der Homeland Security Investigations (HSI, untersteht Trumps Einwanderungs- und Zollbehörde ICE) den Durchsuchungsbeschluss eines Bundesrichters in Washington, D.C nach Prüfung einer eidesstattlichen Erklärung. Laut Jim Trusty, einem ehemaligen Bundesstaatsanwalt, besteht ein Anfangsverdacht. Nach Informationen des US-Senders Fox News geht es bei den Ermittlungen um Omars Einwanderungsunterlagen. Die betreffenden Dokumente, so der Vorwurf, seien von Omars im Jahr 2020 verstorbenem Vater mit falschen Angaben ausgefüllt worden, als sie noch ein Kind war.
Hausdurchsuchung bei Ilhan Omar: HSI-Beamte beschlagnahmen Dokumente.
Ilhan Omar war in Somalia aufgewachsen, bevor die Familie 1991 nach Kenia floh, wo sie vier Jahre blieb. Danach ging sie in die Vereinigten Staaten. Ilhan Omar soll im Jahr 2000 im Alter von 17 Jahren US-Staatsbürgerin geworden sein, als ihr Vater nach ihren Angaben eingebürgert wurde. Jetzt besteht der Verdacht, Omar könnte über ihr Alter gelogen haben, um die Staatsbürgerschaft über ihren Vater zu erhalten, weil sie damals möglicherweise bereits 18 Jahre alt und damit volljährig gewesen ist.
Während ihrer gesamten Amtszeit im Parlament des Bundesstaates Minnesota und noch mehrere Monate nach Beginn ihrer Amtszeit im US-Kongress in der Minnesota Legislative Reference Library war Omars Geburtsdatum mit dem 4. Oktober 1981 angegeben worden. Auch auf Nachschlageseiten wie Wikipedia und in Medien wie der BBC war dieses Datum aufgeführt. Mitarbeiter Omars sollen jedoch dabei geholfen haben, ihr Geburtsdatum in öffentlichen Registern auf 1982 ändern zu lassen, nachdem die Demokratin aus Minnesota 2018 in den Kongress gewählt worden war. Sie baten im Mai 2019 darum, das angeblich falsche Geburtsdatum zu ändern.
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