In Göttingen kam es in der Nacht auf den 21. Juni zu einer Auseinandersetzung zwischen einem linken 23-Jährigen und einem rechten 17-Jährigen, wobei der Linke von dem Rechten niedergestochen wurde. Die Lage ist diffus: Der 17-Jährige wurde aufgrund einer möglichen Notwehrsituation und mangels hinreichend dringenden Tatverdachts bisher nicht verhaftet. Das Opfer und ein Begleiter haben einer möglichen Notwehrsituation widersprochen. Trotz der unklaren Lage hat man sich in einem Artikel der Taz bereits gefragt, ob es „mehr Militanz“ in der linken Szene bräuchte.
Die Tat ereignete sich gegen 2 Uhr nachts am 21. Juni im Göttinger Ostviertel direkt vor dem Wohnhaus des 17-Jährigen – der 23-Jährige war mit vier Freunden unterwegs und ist in der Antifa-Szene Göttingens aktiv. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft ist eine Notwehrlage für den 17-Jährigen nicht auszuschließen. Der 23-Jährige wurde zeitweise lebensgefährlich verletzt. Der Stich ging in die Brust, knapp am Herz vorbei – glücklicherweise konnte der junge Student überleben.
Rasch war die Solidarisierung innerhalb der linken Szene Göttingens groß: „Wer einen von uns angreift, greift uns alle an“, meldete sich etwa der Kreisverband der Linkspartei mit einer Kampfansage an den 17-Jährigen. Außerdem kam es zu mehreren Demonstrationen gegen rechte Gewalt.
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