Nach Australien und England möchte nun auch die Europäische Union den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Medien einschränken. Bereits im Herbst will die EU-Kommission in enger Zusammenarbeit mit einem Expertengremium einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorlegen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach sich am Montag für ein EU-weites Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige aus.
„Es geht hier nicht darum, ob Kinder Zugang zu sozialen Medien haben. Es geht darum, ob und wann soziale Medien Zugang zu unseren Kindern haben“, erklärte von der Leyen bei einer Pressekonferenz am Montag in Brüssel. Zudem sprach die europäische Spitzenpolitikerin von „ausbeuterischen Algorithmen“ und betonte die Bedeutsamkeit einer solchen Regelung: „Es ist klar, dass wir altersgerechte Beschränkungen für Plattformen benötigen“, so von der Leyen.
Folgen will sie dabei den Empfehlungen eines Komitees, das von dem deutschen Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert und der französischen Epidemiologin Maria Melchior gemeinsam geleitet wird. Nach dessen Plänen soll ein grundsätzliches Nutzungsverbot von sozialen Medien für Kinder unter 13 Jahren gelten. Mit zunehmendem Alter sollen die Beschränkungen schrittweise gelockert werden, betonte von der Leyen.
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