Der Tod der renommierten konservativen Politikerin Ann Widdecombe erschütterte die politische Landschaft Großbritanniens. Widdecombe, die sich als eine der meinungsstärksten Vertreterinnen insbesondere in Fragen der Migration und Genderpolitik bereits zu ihrer Zeit bei den Tories gegen den Zeitgeist positionierte, wurde am vergangenen Donnerstag tot in ihrem Haus in Haytor aufgefunden.
Die Polizei stellte schwere Verletzungen fest und leitete eine Mordermittlung ein. Seitdem sind mehrere Tage vergangen. Ein tatverdächtiger 26-jähriger Mann wurde zunächst am Freitag festgenommen, später jedoch wieder freigelassen. Am Samstagabend folgte dann eine Wende in den Ermittlungen: Den Beamten gelang es, einen 28-jährigen Verdächtigen mehr als 320 Kilometer vom Tatort entfernt festzunehmen.
Die Umstände rund um den Tod Widdecombes werfen weiterhin Fragen auf. Nach Angaben der Polizei wurde sie etwa 24 Stunden vor dem Auffinden ihrer Leiche in ihrem Wohnhaus getötet. Zu den Hintergründen des Falls äußern sich die Ermittler bislang zurückhaltend. Ein politisches oder terroristisches Motiv schließen sie derzeit jedoch aus. „Die Ermittler bleiben offen für jedes mögliche Motiv, doch zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich um ein politisch motiviertes Verbrechen handelt.“
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