„Mögliche AfD-Regierung macht mir keine Angst“: Gemeindevorsitzender lehnt Tillschneider-Blockade ab

vor etwa 1 Stunde

„Mögliche AfD-Regierung macht mir keine Angst“: Gemeindevorsitzender lehnt Tillschneider-Blockade ab
Bildquelle: Apollo News

Der Streit um den AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider hat das Gedenken an den antisemitischen Anschlag von Halle überschattet. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki, hat sich nun ausführlich dazu geäußert. Er verstehe den Protest der jüdischen Studierenden, lehne ihre Blockade jedoch ab.

Am 9. Oktober wollte Tillschneider als Landtagsvizepräsident den AfD-Landtagspräsidenten Tobias Rausch beim Gedenken vertreten. Vor der Synagoge versperrten Mitglieder der Jüdischen Studierendenunion ihm den Weg. „Sie sind hier nicht willkommen“, erklärte deren Vorsitzender Ron Dekel. „Wir lassen unser Gedenken nicht kapern.“ Nach einer langen Auseinandersetzung zog sich Tillschneider zurück.

Privorozki bedauerte, dass die Aufmerksamkeit des Tages „auf eine politische Auseinandersetzung umgelenkt wurde“. Die Beweggründe der Studierenden könne er „gut nachvollziehen“. Nach seiner Kenntnis hätten auch einige Überlebende des Anschlags die Aktion begrüßt. Gleichzeitig erklärte er: „Es war aber keine Aktion unserer Gemeinde.“ Blockaden lehne er grundsätzlich ab – „unabhängig von ihrer Motivation“.

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