Ein 67-jähriger Rollstuhlfahrer ist in Berlin-Kreuzberg mehrfach von Jugendlichen angegriffen und mit Pfefferspray besprüht worden. Der Mann betreibt ein Gemischtwarengeschäft in der Falckensteinstraße und hatte dort Anfang Oktober „Aushänge gegen Judenhass“ in seinen Schaufenstern angebracht, wie die Berliner Polizei am Samstag mitteilte. Die Plakate bezogen sich auf das Massaker der Hamas in Israel vom 7. Oktober 2023. Der Staatsschutz ermittelt wegen eines möglichen antisemitischen Tatmotivs.
Die ersten Angriffe fanden ausgerechnet am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers statt. Am Mittwoch gegen 19.20 Uhr sollen etwa sechs Jugendliche das Geschäft betreten, den 67-Jährigen beleidigt und ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Einen Tag später kehrten erneut bis zu sechs Jugendliche zurück und besprühten den Rollstuhlfahrer abermals mit Pfefferspray.
Als der Mann um Hilfe rief, flüchteten die Jugendlichen zunächst. Kurz darauf kamen die Tatverdächtigen jedoch zurück, als der Geschäftsinhaber gerade seinen Laden schließen wollte. Sie sollen ihn erneut mit Pfefferspray angegriffen und geschlagen haben. „Der Angegriffene klagte über Schmerzen im Gesicht“, teilte die Polizei mit.
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