Ansturm auf Kreta: 1000 Migranten an einem Tag, Milliardengewinne für Schlepper

vor 12 Monaten

Ansturm auf Kreta: 1000 Migranten an einem Tag, Milliardengewinne für Schlepper
Bildquelle: Tichys Einblick

Kreta ist der neue Hotspot der illegalen Migration an den EU-Außengrenzen. Die Ankunftszahlen stiegen dort schon im letzten Jahr erheblich an, seit Giorgia Meloni den Schleppern im zentralen Mittelmeer etwas entgegenzusetzen begann. Das waren zum einen (auch finanzielle) EU-Abmachungen mit den nordafrikanischen Staaten, von denen aus die Migranten losgeschickt werden, zum anderen deutliche Erschwernisse für jene privaten und kirchlichen Schiffsbetreiber, die sich dort immer noch als Schleppereifachangestellte der deutschen „Zivilgesellschaft“ versuchen und dergestalt mit den „echten“ Schleppern vor allem in Libyen zusammenarbeiten.

Ist eigentlich die Bundesfinanzierung für die „Schlepper-NGOs“ nun wirklich ausgelaufen, wie jüngst vom Außenminister angekündigt? Laut Johann Wadephul ermöglichen die „Rettungsorganisationen“ „faktisch, wenn natürlich auch ungewollt, den menschenverachtenden Schleuserbanden deren Geschäft “. Aber ob sein Wort gilt, muss man noch sehen. Wird den NGOs die implizite politische Unterstützung entzogen?

Die Regierung Mitsotakis in Griechenland steht auf ihre Art vor ähnlichen Fragen. Denn auch dort ist zweifelhaft geworden, was sie vorwiegend verteidigen will: das „internationale Recht“, ein abstraktes EU-Asylsystem, das sie trotz vieler Abweichungen nie grundlegend hinterfragt hat, oder die Interessen der Bürger.

Allein am 6. Juli, einem Sonntag, sind 963 Personen in Kreta und Gavdos angelandet. Das war ein neuer Tagesrekord. Kreta und das kleine Gavdos, die südlichste Insel Griechenlands, wachsen sich gerade zum griechischen Lampedusa aus, das gar nicht lange her mit über 1000 Ankünften pro Tag leben musste. Damals reiste von der Leyen an, um einen mikroskopischen EU-Kurswechsel einzuleiten respektive abzusegnen. Gavdos hat nur 70 Einwohner, musste aber im Juni mehr als 2.500 Ankünfte von Bootsmigranten verkraften, die freilich nicht auf der Insel bleiben können. Das griechische System wurde seit der Grenzkrise von 2020 deutlich effizienter im Abtransport der Migranten von den einzelnen Inseln, wo sie damals vor allem in der Ägäis Unruhe verbreiteten. Insofern knirscht es noch manchmal, aber nicht allzu laut. Die Griechen wissen und merken aber auch, dass die abtransportierten Migranten irgendwo anders wieder auftauchen werden.

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