Wenn wir die erste Strophe des Deutschlandlieds nur ein bisschen umtexten, dann passt die Zeile ideal als neue Parteihymne der Christlich-Demokratischen Union, kurz CDU:
Posten, Posten über alles.
Deutschland scheitert gerade, doch es scheitert nicht an der SPD. Damit wir uns nicht missverstehen: Die Sozialdemokraten verfolgen eine ruinöse Agenda. So gut wie alles, was die Roten wollen, ist schlecht für das Land: dirigistisch (Mindestlohn), autoritär (Meldestellen), bizarr ideologisch (Heizungsgesetz) und lebensfremd („Selbstbestimmungsgesetz“). Einfach falsch eben. Die SPD will den Staat ausweiten, die Bürger bevormunden, die Marktwirtschaft killen und Leistung ächten. Das ist durchweg verheerend.
Aber warum kommt sie damit durch?
Vor ziemlich genau zwei Monaten saß der Bundeskanzler und CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz in der ZDF-Sendung „Was nun?“. Dort hat er wortreich, mit ernster Miene und fester Stimmer erklärt, eine Erhöhung der sogenannten „Reichensteuer“ und des Spitzensteuersatzes werde es mit ihm nicht geben. Merz wörtlich (am 6. Mai 2026): „Die oberen Einkommen noch zusätzlich zu belasten, geht einfach nicht.“
Jetzt geht es doch. Und Merz (am 2. Juli 2026) verkauft das allen Ernstes als Verhandlungserfolg.
Jahrzehntelang hat sich die CDU als Bollwerk gegen Sozialismus und Planwirtschaft inszeniert. Wenn man ehrlich ist, war sie das nie. Spätestens seit der ersten Großen Koalition 1966 machte die Union vieles mit, was mit der Sozialen Marktwirtschaft, einer verantwortungsvollen Haushaltsführung und mit bürgerlicher Gesellschaftspolitik wenig bis gar nichts zu tun hatte.
MERZ: "Das ist eine harte Entscheidung. Das wissen wir!" Der Reform-Hammer vom Kanzler! I LIVESTREAM












