In Gotha lehrte einst ein Gymnasialprofessor für Geschichte und Geographie namens Johann Georg August Galletti, dessen Stilblüten von seinen Schülern mitgeschrieben und als „Gallettiana“ herausgegeben worden waren. Zu diesen Stilblüten gehörten Äußerungen höheren Blödsinns, die er allerdings sehr ernst meinte, wie: „Nach der Schlacht bei Leipzig liefen unzählige Pferde herum, denen drei, vier und noch mehr Beine weggeschossen waren.“ Oder: „Karl der Große besiegte die Sachsen so oft, dass sie es zuletzt gar nicht mehr abwarteten.“ Oder: „Das größte Insekt ist der Elefant.“
An diesen Professor Galletti erinnert der Bundeskanzler von Tag zu Tag mehr, nur dass er sich nicht selbst lächerlich, sondern Deutschland lächerlich macht. Obwohl es besser ist, er macht Deutschland lächerlich, als dass er das deutsche Steuergeld in großen Dimensionen ins Ausland transferiert; obwohl es besser ist, er transferiert das deutsche Steuergeld in großen Dimensionen ins Ausland, als dass er durch Galletiana Deutschlands Rohstoffversorgung beispielsweise durch Kasachstan abschneidet, oder uns in einen Krieg hinein stilblütet.
Doch es ist nicht recht, Friedrich Merz mit dem harmlosen Professor Johann Georg August Galletti zu vergleichen. Denn Merzens rhetorische Fehlleistungen zerstören den Konsens, wenn er den Holocaust politisch instrumentalisiert.
DEUTSCHLAND: Reform-Hammer! Koalition nennt Details! Gelingt Merz der Wumms? I WELT STREAM











