Die im Zusammenhang mit den Demonstrationen von „Fridays for Future“ bekannt gewordene Greta Thunberg hat sich den mitunter gewalttätigen Protesten in Frankreich angeschlossen. Auch am Dienstag blockierten Schüler landesweit den Zugang zu zahlreichen Oberschulen. Nach Regierungsangaben blieben rund 200 Einrichtungen geschlossen. Eine belastbare Übersicht über die Zahl der Blockaden gab es nicht. Für den Nachmittag waren zudem Demonstrationen angekündigt, darunter ein im Internet verbreiteter Aufruf zu einer nicht genehmigten Kundgebung vor dem Amtssitz von Premierminister Sébastien Lecornu.
Schüler- und Studentenverbände fordern die Abschaffung des Verteilsystems für Studiengänge und Ausbildungen. Zudem fordern sie zehn Milliarden Euro für Sanierungen und eine bessere Ausstattung der Oberschulen. „Sie hören uns nicht zu, also holen wir sie ab“, kündigte eine Studentengewerkschaft im Onlinedienst X an. Ein Treffen mit Lecornu war trotz mehrfacher Forderungen bislang nicht zustande gekommen.
Thunberg trat vor einer Oberschule im Pariser Vorort Saint-Denis auf. „Die jungen Menschen werden nicht an den Diskussionen beteiligt. Man stiehlt uns unsere Zukunft, die Schulen bekommen nicht die nötigen Investitionen“, sagte die 23-Jährige. Sie erklärte, die jungen Menschen in Frankreich machten deutlich, dass sie für ihre Zukunft kämpften. Am Nachmittag wollte sie auch an der Demonstration in Paris teilnehmen.
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