Wird Mises ein Fall für den Verfassungsschutz?

vor 7 Tagen

Wird Mises ein Fall für den Verfassungsschutz?
Bildquelle: Tichys Einblick

„Demokratiefeinde im Bayerischen Hof“ – so lautete diese Woche die reißerische Aufmachung der Münchner „Abendzeitung“ (AZ). Die AZ hatte offenbar „knallhart“ recherchiert und daher exklusiv herausgefunden, dass das Ludwig-von-Mises-Institut seine jährliche Ludwig-von-Mises-Konferenz seit 2013 im bekannten Hotel „Bayerischer Hof“ abhält. Aber nicht nur das! Die AZ kann von unfassbaren „Verbindungen“ des Instituts zur AfD (sic!), zu „Edelmetallhändlern“ und zu dem 2021 verstorbenen Milliardär Baron August von Finck berichten. Zentraler Vorwurf: Die Vordenker des Ludwig-von-Mises-Instituts würden die Demokratie infrage stellen.

Die mehr als durchsichtige Diffamierungskampagne der AZ mit dem üblichen rot-grünen Gebräu aus Kontaktschuld, frei herbei halluzinierten Unterstellungen und beliebten Trigger-Stichworten, auf die Linke und politisch Unbedarfte sofort anspringen, hätte eigentlich den Sonderorden „Relotius“ für einhundertprozentige Planerfüllung beim Stellen und Eliminieren des Klassenfeinds verdient, würden die zu etwa 90 Prozent kritischen Kommentare auf der Facebook-Seite der Abendzeitung keine andere Sprache sprechen.

Der Hetzartikel der AZ im Stile der Prawda zu Lenins besten Zeiten konnte allerdings immerhin das Management des „Bayerischen Hofs“ so stark beeindrucken, dass man dort dem Ludwig-von-Mises-Institut für seine jährliche Konferenz künftig keine Räume mehr in Münchens zweitbekanntestem Hotel zur Verfügung stellen möchte, in dem jeweils im Februar auch die mittlerweile umstrittene Münchner Sicherheitskonferenz stattfindet.

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