Die Bundesregierung will den Sprengstofffund am Flughafen Leipzig/Halle offenbar einem russischen Geheimdienst zuschreiben. Beweise wurden bisher nicht vorgelegt, aber dennoch betont Innenminister Alexander Dobrindt auf einer Pressekonferenz gestern Abend in Berlin: „Zusammen betrachtet belegen polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig.“ Die Bundesregierung komme deswegen zum Schluss, dass Russland den hybriden Angriff in Leipzig am 4. August zu verantworten habe.
Dobrindt hatte bisher von „fremden Mächten“ gesprochen. Inzwischen hätten sich die Erkenntnisse der Ermittler jedoch so weit verdichtet, dass die Bundesregierung von einem Anschlagsversuch im Auftrag Moskaus ausgehe.
Das Bundeskriminalamt untersucht mögliche Verbindungen zu ähnlichen Drohnen- und Sprengstofffunden in anderen europäischen Ländern, darunter Rumänien. Merkwürdigerweite wurde eine zunächst vermutete Kollision einer zweiten Drohne mit einem DHL-Frachtflugzeug nicht bestätigt.
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