SPD in Sachsen-Anhalt: „Stabil“ an den Realitäten vorbei

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SPD in Sachsen-Anhalt: „Stabil“ an den Realitäten vorbei
Bildquelle: Tichys Einblick

Die SPD hat in Sachsen-Anhalt eine bemerkenswerte neue Maßeinheit für politischen Erfolg entwickelt. Sie heißt: gerade noch drin. Die Wahlparty der SPD wird am Abend in der „Zauberküche“ im Jahrtausendturm begangen, doch auch dort ließ sich kein besseres Ergebnis mehr herbeizaubern. Weil man trotz böser Unkenrufe dann doch wieder dabeisein darf, gibt es denn auch über acht Prozent einen Riesenjubel.

Deutlich unter zehn Prozent zeigt die Hochrechnung an diesem Wahlabend für die Sozialdemokraten. Gut, der Absturz von 2021 mit damals 8,4 Prozent war weniger hart. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf erklärte dazu im ZDF tatsächlich, man sei mit dem Ergebnis zufrieden: „Unser Ergebnis steht.“ Die SPD leiste ihren Beitrag zu einer anderen Mehrheit. Auch eine zentimeterdicke Make-up-Schicht (Hallo, Steuerzahler, Rechnung Visagist eingehend) konnte nicht verbergen, dass Bärbel Bas das Entsetzen zeitweise ins Gesicht geschrieben stand.

SPD-Chef in Sachsen-Anhalt Armin Willingmann hatte die sprachliche Vorbereitung für diesen Abend bereits Wochen zuvor geliefert. Als seine Partei im Sachsen-Anhalt-Trend bei sieben Prozent lag, erklärte der Spitzenkandidat, darin eine „stabile Basis“ zu erkennen. Dazu gebe es „Luft nach oben“. Gut, auch damit wurde es nach den ersten Hochrechnungen erstmal nichts.

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